Ist Kreatin schädlich?

Kreatin als natürliche Substanz

Kreatin kommt auf natürliche Weise im Körper vor. Kreatin wird zum Teil vom Körper selbst hergestellt und zum Teil über die Nahrung aufgenommen. Erfolgt eine zusätzliche Nahrungsergänzung mit 3 g Kreatin pro Tag, beispielsweise in Form von Kreatin Monohydrat, kann das positive Effekte auf den Körper haben. So ist wissenschaftlich erwiesen, dass Kreatin als Nahrungsergänzungsmittel die körperliche Leistungsfähigkeit verbessern kann. In dieser Funktion wird Kreatin von Gesundheitsbehörden und Sportorganisationen weltweit anerkannt. Es wird vom Körper leicht aufgenommen und hat – nach hohen Qualitätsstandards hergestellt und in der empfohlenen Dosis eingenommen – ein exzellentes Sicherheitsprofil.
 
Im Internet wird gelegentlich darüber berichtet, dass Kreatin zu Krämpfen, Bauchschmerzen oder Dehydrierung führe. Hunderte Studien jedoch, bei denen Probanden Kreatin Monohydrat eingenommen haben, erbrachten bisher keinen wissenschaftlichen Beweis für die Verursachung von Nebenwirkungen.
Die einzige nachgewiesene Nebenwirkung ist lediglich eine leichte Gewichtszunahme. Sie ist zunächst auf eine erhöhte Wasseransammlung in den Muskeln und im weiteren Verlauf auf einen – von vielen Sportlern erwünschten – Zuwachs an Muskelmasse zurückzuführen.
 

Kreatin und Kreatinin

Wird mehr Kreatin eingenommen, als der Körper benötigt, wird der Überschuss mit dem Urin ausgeschieden. Höhere Kreatin-Mengen im Körper bedeuten jedoch auch, dass mehr Kreatin zu Kreatinin abgebaut wird. Dadurch kann die Kreatinin-Konzentration in Blut und Urin etwas ansteigen. Aus dem gleichen Grund können Personen mit größerer Muskelmasse im Vergleich zu denjenigen mit geringerer Muskelmasse einen höheren Kreatinin-Spiegel aufweisen. Dies ist kein Grund zur Sorge, da die höheren Kreatinin-Spiegel innerhalb normaler Grenzen liegen und sich Kreatinin in keinem Fall als schädlich erwiesen hat.